Sehenswürdigkeiten der Insel Rügen entdecken


Nord-Rügen
Für jeden Urlauber, der den Norden der Insel Rügen besucht, steht sicher das Flächendenkmal Kap Arkona ganz oben auf der Liste. Die Besichtigung der Leuchttürme und die Ausstellung im ehemaligen Marineführungsbunker vermitteln viel Wissenswertes – nicht nur über Land und Leute sondern auch die geschichtliche Entwicklung wird hier dem interessierten Besucher eindrucksvoll nahegebracht. Ein Besuch des Rügenhofes in Putgarten lohnt sich allemal, kann man hier doch nicht nur Handwerkern über die Schulter schauen, sondern auch viele einheimische Produkte erwerben. Absolut empfehlenswert ist ebenso der Besuch des kleinen Fischerdörfchens Vitt (bereits 1996 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt) mit seinen eng ans Ufer geschmiegten, kleinen reetgedeckten Fischerhäusern (Reet, auch Ried = Schilf/ Rohr) und der achteckigen Uferkapelle, die 1806 nach Plänen Ludwig Gotthard Theobul Kosegartens erbaut wurde (Kosegarten hatte von 1792-1808 die Pfarrstelle der Pfarrkirche Altenkirchen inne und schrieb in dieser Zeit sehr viel über die Insel Rügen).

Die Leuchttürme von Kap Arkona.

Landschaftlich wartet die nördlichste der Rügener Halbinseln Wittow mit absoluten Gegensätzen auf: malerische Sandstrände, die bei Urlaubern längst kein Geheimtipp mehr sind, wie die 9 km lange Schaabe entlang der Tromper Wiek oder der Sandstrand von Nonnevitz wechseln sich ab mit schroffen Steilküsten wie am Kap Arkona oder der Kreptitzer Heide. Die Boddenufer mit ihren Buchten und Wieken, oft schilfgesäumt und unzugänglich, bieten atemberaubende Fotomotive, z. B. ein Sonnenuntergang. Übrigens entstammt der Name Wittow dem Slawischen und bedeutet Windland, und das aus gutem Grund: hier im Norden Rügens ist nahezu immer Wind – wahrhaft paradiesische Zustände für die Anhänger des Wind- und Kitesurfing. Aber auch bei Segelfreunden ist der Norden Rügens sehr beliebt: die Häfen in Wiek, Dranske, Breege (Bodden) und Glowe (Ostsee) sind beliebte Anlaufpunkte für Freizeitkapitäne.

Der Königsstuhl.

Die Kapelle bei Vitt.

West-Rügen
Der Westen Rügens rückt seit einigen Jahren immer mehr in den Fokus der Rügenurlauber. War noch vor fünfzehn Jahren der Begriff Westrügen mehr oder weniger ein Synonym für die kleine Schwesterinsel Hiddensee, so entwickelte sich die Region nahezu unbemerkt zum Touristenmagnet. Das kleine Hafendorf Schaprode ist das „Tor“ zur Insel Hiddensee, benötigt doch die Fähre der „Weissen Flotte“ von hier aus gerade mal 25 Minuten, um den Hafen Vitte auf der autofreien Insel anzusteuern. Alle Güter, die auf Hiddensee gebraucht werden, passieren diesen Weg durch die Rügenschen Boddengewässer. Im Vitter Hafen dann präsentiert sich ein seltsamer Anblick: so wie andernorts Mopeds oder Autos stehen, erblickt man hier eine lange Schar unterschiedlichster Handwagen. Ob Hotel, Pension oder private Ferienunterkunft – hier hat jeder seinen Wagen. Denn auf Hiddensee werden Lasten auf diese Weise transportiert, es sei denn, man nutzt eine der vielen Kutschen oder möchte sein Gepäck lieber tragen.

Hiddensee hat sich schon seit Ende des 19. Jahrhunderts als Urlaubsdomizil etabliert, im frühen 20. Jahrhundert avancierte die kleine Ostseeinsel zum Geheimtipp in der deutschen Künstler- und Intellektuellenszene und zog namhafte Größen in ihren Bann: Gerhart Hauptmann, Gret Palucca, Asta Nielsen, Albert Einstein, Franz Kafka, Sigmund Freud, Bertolt Brecht und Hans Fallada sollen hier kurz erwähnt werden.

Leuchtturm auf der Insel Hiddensee.

Der Miniaturenpark Gingst, der Erlebnisbauernhof Kliewe und die Erste Rügener Edeldestillerie sind nur drei der vielen empfehlenswerten Ausflugsziele im Westen Rügens. Die idyllische Landschaft mit Rad- und Wanderwegen teilweise entlang der rügenschen Boddengewässer verspricht hier die absolute Erholung abseits des Massentourismus. Und für historisch Interessierte sind die Handwerkerstuben in Gingst sicher genauso einen Besuch wert, wie die Kirchen in Gingst, Trent, Waase (Ummanz) und Kloster (Hiddensee).

Süd-Rügen
Der Süden Deutschlands größter Insel ist ebenso vielschichtig wie alle anderen Regionen  Rügens – sowohl in der historischen Entwicklung, als auch in der Wahrnehmung von Touristen und Einheimischen: Allseits beliebte und bekannte Ausflugsziele wie das Göhrener Nordperd, die „Zickerschen Alpen“, die romantischen Häfen von Lauterbach und Alt Reddevitz ziehen den Urlauber ebenso in ihren Bann wie die vielen noch unbekannten „Geheimtipps“: die Insel Vilm, die Schoritzer Wiek und die „alte Bäderstraße“ über Gustow, Poseritz, Garz, Putbus in Richtung Sellin. Sehr beliebt ist auch die Reise zur Insel Rügen über die touristische Entlastungsstrecke Fähre Stahlbrode – Glewitz. Das jüngste und sprichwörtlich größte Wahrzeichen Rügens ist die im Jahr 2007 eröffnete Rügenbrücke, die nunmehr zusätzlich zum 1936 erbauten Rügendamm die Insel mit der Hansestadt Stralsund auf dem Festland verbindet.

Theater in Putbus

Ein Besuch der „weißen“ Stadt Putbus mit dem im klassizistischen Stil erbauten „Circus“, dem Schlosspark und der Orangerie, ein Abstecher zum Jagdschloss Lancken Granitz (vom Aussichtsturm kann man bei klarer Sicht bis nach Usedom und zur polnischen Grenze schauen – aber der Aufstieg über die geschmiedete und nahezu „durchsichtige“ Treppe erfordert schon etwas Überwindung!) oder eine Stippvisite in den Mönchguter Museen lassen erahnen, auf welch bewegte Geschichte diese Region Rügens zurückblickt. Gerade auf der Halbinsel Mönchgut pflegt man heute noch z. T. jahrhundertealte Traditionen (Mönchguter Trachtengruppe, Pfarrwitwenhaus Groß Zicker, Rookhus Göhren etc.)

 

Ost-Rügen
Der Osten der Insel Rügen ist bei Urlaubern und Touristen seit vielen Jahren am beliebtesten. Kein Wunder, findet man hier die schönsten und längsten Sandstrände (die „Schaabe“ zwischen Glowe und Juliusruh, Prora – Binz, Baabe – Sellin, Nord- und Südstrand Göhren), die jedes Jahr tausende von „Sonnenanbetern“ anlocken. Dabei hat diese Region weit mehr zu bieten, als nur Badeurlaub am Ostseestrand:

Zu den bekanntesten Ausflugszielen gehören das Jagdschloss Lancken-Granitz, das Nationalpark Centrum Königsstuhl im Nationalpark Jasmund (der flächenmäßig kleinste Nationalpark Deutschlands), die Selliner Seebrücke, das „KdF-Bad“ Prora, das Naturerbe Zentrum Rügen mit dem Baumwipfelpfad und der Erlebnisausstellung und die Feuersteinfelder in Mukran. Ebenfalls erwähnt werden müssen hier der „Rasende Roland“ (die beliebte, dampfbetriebene Rügener Schmalspur-Kleinbahn, die zwischen Lauterbach und Göhren verkehrt) sowie die Ostseebäder Binz, Sellin, Baabe und Göhren mit ihren Strandpromenaden und der weithin bekannten „Bäderarchitektur“.

Seebrücke in Selllin.

Jagdschloß Granitz

Die Hafenstadt Sassnitz mit ihrem Fischereihafen und der knapp 1,5 km langen Mole ist ebenso einen Besuch wert, wie der Fährhafen Sassnitz-Mukran (die Fährverbindung nach Trelleborg/ Schweden und St.Petersburg/ Russland).

Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf unserer Webseite www.aquamaris.de